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Autor/inCho, Se-Hyong
TitelAnders Altern Oder: - Erfolgreich und Glücklich Altern in Deutschland und Südkorea.
QuelleKöln: Universitäts- und Stadtbibliothek Köln (2011), 316, 26, 18 S.
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Köln, Universität zu Köln, Diss., 2011.
Sprachedeutsch
Dokumenttyponline; Monographie
URNurn:nbn:de:hbz:38-44124
SchlagwörterFragebogenerhebung; Deutschland; Dissertation; Glück; Altern; Internationaler Vergleich; Glück; Dissertation; Altern; Internationaler Vergleich; Deutschland
AbstractIn der vorliegenden Forschungsarbeit wurden Kriterien erfolgreichen Alterns identifiziert sowie Bedingungen und Faktoren, welche diese Kriterien beeinflussen. Weiterhin wurden Möglichkeiten exploriert, um erfolgreiches Altern auf individueller sowie auf gesellschaftlicher Ebene zu fördern, wobei insbesondere die besonderen Potentiale der Pädagogik berücksichtigt wurden. Bewerkstelligt wurde dies zum einen durch die Aufarbeitung und Integration des aktuellen Forschungsstandes auf einer breiten multidisziplinären Basis und zum anderen durch die Durchführung und Auswertung einer schriftlichen Befragung älterer Menschen aus Deutschland und Südkorea zu deren Aktivitäten, Beziehungen, Werten, Einstellungen sowie zu deren subjektiven Wahrnehmungen hinsichtlich Glückserleben, Lebenszufriedenheit, Selbstwirksamkeitserleben und Alltagsbewältigung. Hinsichtlich der Kriterien erfolgreichen Alterns konnten drei Hauptgruppen identifiziert werden: so genannte "subjektive" Kriterien (Zufriedenheit und Glück), "objektive" Kriterien (Langlebigkeit, Gesundheit, körperliche und geistige Leistungsfähigkeit) und "qualitativ-humanistische" Kriterien (Weisheit, Integration der Lebenserfahrungen, Transzendenz). Bei den "subjektiven" Kriterien erschien es nach aktuellen Forschungsarbeiten als sinnvoll, nochmals drei relativ unabhängige Unterdimensionen zu differenzieren: 1. positive Gefühle/Glück, 2. negative Gefühlen/Unglück sowie 3. eine eher "kognitive" Bewertung der Lebenszufriedenheit. Als maßgebliche "Glücksfaktoren" ergaben sich erfüllende Tätigkeiten und erfüllende Beziehungen. Bei der Befragung der älteren Menschen aus Deutschland und Südkorea zeigte sich hierzu bestätigend und ergänzend, dass insbesondere solche Tätigkeiten dem Glückserleben förderlich wären, welche individuelle Interessen und Stärken ansprächen, und dass eher das Agieren im Alltag zum globalen Glückserleben beitrüge als einzelne emotionale "Gipfelerlebnisse". Als maßgebliche "Unglücksfaktoren" stellten sich äußere und situative Belastungen (gesundheitliche Probleme, physische und psychische Belastungen im Alltag oder soziale Konflikte, ökonomische Belastungen) sowie negative bzw. dysfunktionale Gedankenmuster und Einstellungen dar. Bei den Südkoreanern war das durchschnittliche Ausmaß negativer Gefühle deutlich höher als bei den Deutschen. Die Südkoreaner fühlten sich durch familiäre Konflikte, Stress und Ärger, aber auch durch Einsamkeit oder Langeweile in hohem Maße belastet, sie fühlten sich weniger als die Deutschen in schwierigen Situationen unterstützt und hatten eine geringere Selbstwirksamkeitserwartung, etwas zum Positiven verändern zu können, insbesondere hinsichtlich der zwischenmenschlichen Beziehungen. Bei den objektiven Kriterien erfolgreichen Alterns wurden Bewegung, gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf sowie Vermeidung von Stress und toxischen Einflüssen als maßgebliche Faktoren für Langlebigkeit und die Aufrechterhaltung von körperlicher Gesundheit und Fitness im höheren Alter identifiziert. Hinsichtlich der Aufrechterhaltung der geistigen Fitness wurde die Bedeutsamkeit regelmäßigen geistigen sowie auch körperlichen Trainings aufgezeigt. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse und Erkenntnisse ließen sich als individuelle Maßnahmen zu einem glücklichen und erfolgreichen Altern relativ geradlinig einfache Regeln der Lebensführung ableiten, die in der Arbeit beschrieben sind. Diese Regeln sind zum einen für jüngere Menschen ähnlich relevant wie für ältere Menschen und stimmen zum anderen größtenteils mit den Empfehlungen einflussreicher Weisheitslehrer der Antike wie Aristoteles oder Konfuzius überein. Die eigentliche Schwierigkeit besteht aus Sicht der Verfasserin jedoch in der Umsetzung dieser "einfachen Regeln" in die alltägliche Lebenswelt. Eine solche Umsetzung würde große Anforderungen an das Individuum stellen, etwa hinsichtlich dessen Fähigkeiten zur Selbstreflexion und Selbststeuerung. Aus diesem Grund bedürfe das Individuum unterstützender Maßnahmen durch gesellschaftliche Institutionen, wobei insbesondere die Pädagogik eine bedeutsame Rolle spielen könnte. Eine große pädagogische Herausforderung bestünde für die Verfasserin darin, bei der Altenförderung nicht nur eine Teilgruppe, sondern alle älteren Menschen einzubeziehen, diese Menschen in ihren jeweiligen biographischen und situativen Lebenskontexten abzuholen und aus einer teilweise passiven Haltung herauszuholen, und dabei Selbstständigkeit, Selbstverantwortung und Selbststeuerung zu stärken und wieder Lust am Aktiv- und Tätigsein und am Lernen (Karl Kluge: Learning Will) zu vermitteln. Mehr als von der sozialen Realität relativ losgelöste Maßnahmen und Trainings würden sich nach Meinung der Verfasserin eher die Vermittlung von Tätigkeiten und die Übertragung von Aufgaben eignen, welche sich an die jeweiligen milieuspezifischen sozialen und Sinnkontexte der Zielpersonen anschließen würden und bei diesen das Selbstwertgefühl, das Gefühl der Gebrauchtwerdens und die Wahrnehmung von Sinnhaftigkeit fördern könnten. Weiterhin könnten ältere Menschen in hohem Maße von individueller Beratung sowie Coaching in verschiedenen Spielarten profitieren. (Orig.).
Erfasst vonDeutsche Nationalbibliothek, Frankfurt am Main
Update2014/1
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