Literaturnachweis - Detailanzeige
| Autor/in | Nicklas, Hans |
|---|---|
| Titel | Interaktion und Kommunikation in plurikulturellen Gesellschaften. Gefälligkeitsübersetzung: Interaction and communication in pluricultural societies. |
| Quelle | Aus: Nicklas, Hans (Hrsg.); Müller, Burkhard (Hrsg.); Kordes, Hagen (Hrsg.): Interkulturell denken und handeln. Theoretische Grundlagen und gesellschaftliche Praxis. Frankfurt, Main: Campus Verl. (2006) S. 121-130 |
| Reihe | Europäische Bibliothek interkultureller Studien. 12 |
| Sprache | deutsch |
| Dokumenttyp | gedruckt; Sammelwerksbeitrag |
| ISBN | 978-3-593-38020-9 |
| Schlagwörter | Kommunikatives Handeln; Fremdeinschätzung; Identität; Interkulturelle Kommunikation; Kommunikation; Selbstbild; Verstehen; Soziale Norm; Interaktion; Ethnische Beziehungen; Interkulturelle Bildung; Interkulturelle Kompetenz; Multikulturelle Gesellschaft; Kommunikative Kompetenz |
| Abstract | Der Autor erörtert den Begriff Kultur, wie er in Formulierungen wie "plurikulturelle" oder "multikulturelle Gesellschaft" verwendet wird. Werte und Normen einer Gesellschaft sind die Basis der kulturellen Gemeinsamkeit von Menschen. Aus ihnen folgen die Regeln der Handlungsorientierung, Interaktion und Kommunikation sowie der Selbstvergewisserung der Angehörigen einer Kultur. Diese Regeln sind kulturspezifisch, sie sind als Kulturstandards in der jeweiligen Kultur wirksam. Vor diesem allgemeinen Hintergrund zeigt der Autor, dass es jedoch keine vollständige Kohärenz eines kulturellen Normensystems gibt. In jeder Gesellschaft sind starke kulturelle Unterschiede sowohl horizontal (also zwischen den verschiedenen Regionen), als auch vertikal (also zwischen den verschiedenen Klassen, Schichten und Subkulturen) vorhanden. Die Unterschiede in einer Gesellschaft können größer sein als die zwischen verschiedenen Kulturen. Die meisten Menschen in modernen Gesellschaften gehören mehreren Sonderkulturen an und besitzen eine (freilich individuell unterschiedliche) Handlungsfähigkeit zum "umschalten" von einem Normensystem zum anderen. Diese Normenflexibilität wird in modernen, mobilen Gesellschaft gefördert, während sie in traditionalen Gesellschaften kaum gebraucht wird und deshalb auch in geringerem Maße vorhanden ist. Diese Fähigkeit ist das Ergebnis von Lernprozessen, sie ist für eine multikulturelle Gesellschaft von entscheidender Bedeutung. (ICA2). |
| Erfasst von | GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, Mannheim |
| Update | 2008/3 |