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Forschungsdaten Bildung - Details zur Studie:

Der Einfluss von Feedback auf Lernen bei Kindern

Im Projekt wurde untersucht, wie sich positives und negatives Feedback auf die Lernleistung von Kindern auswirkt und welche Hirnaktivität mit diesem Feedback verbunden ist. Darüber hinaus war ein zentrales Ziel zu untersuchen, ob ein Reattributionstraining im Unterricht den Umgang mit Feedback verändert, indem lernungünstige Ursachenzuschreibungen für Fehler verändert werden. [Schüler] sollten vor und nach einem halbjährigen Reattributionstraining Lernparadigmen bearbeiten, die institutionalisiertes Lernen im Chemieunterricht widerspiegeln. Je nach Fragestellung wurden in diesen Lernparadigmen verschiedene Aspekte des Feedbacks (affektiver und informativer Gehalt) manipuliert und die Auswirkungen dieser Manipulation auf Lernen und Hirnaktivität untersucht. Dabei wurde ein besonderer Schwerpunkt auf die Untersuchung interindividueller Differenzen sowie angewandter Erklärungsstrategien gelegt. Im Hinblick auf die Bildungspraxis war ein weiteres Ziel, Materialien zu entwickeln und zu erproben, die Lehrkräfte befähigen, optimales und individualisiertes Feedback zu geben bzw. das Lernthema Formelsprache im Chemieunterricht zu unterstützen. Die Verarbeitung der Formelsprache war auch Untersuchungsgegenstand des Teilprojektes aus der Informatik, das die Validierung der Brain-Mapping-Hypothese von Anderson (2007) zum Ziel hatte. Mithilfe der kognitiven Architektur ACT-R von Anderson wurden kognitive Prozesse modelliert, die mit der Zuordnung einer chemischen Strukturformel zum Namen dieser Verbindung assoziiert sind. Die Modellannahmen zum Mapping der Komponenten von ACT-R auf Hirnregionen wurden genutzt, um die Hirnaktivität bei der Bearbeitung der Chemieaufgabe vorherzusagen. Bezüglich der Hirnaktivität zeigten sich in der Gruppe der Kinder, die ein Feedback erhalten hatten und an der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT-Untersuchung) teilnahmen, Veränderungen insbesondere bei der Verarbeitung von hoch affektivem Feedback. In dieser ausgewählten Gruppe von Kindern zeigten sich auch Verhaltenseffekte, die in der Gesamtstichprobe leider nicht vorhanden waren. (DIPF/Projektträger)

Studien- und Projektinformationen

UntertitelEffekte eines Reattributionstrainings - 2. Förderphase
Laufzeit01.06.2008 - 30.11.2011
ProjektleitungThiel, Christiane
Beteiligte Institution(en)Department für Psychologie, Abteilung Biologische Psychologie (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg)
Kontakt des Projektschristiane.thiel@uni-oldenburg.de
SchlagwörterFeed-back; Schülerleistung; Lernen; Schüler; Fehler; Chemieunterricht; Gehirn; Effektivität; Lernergebnis; Emotion; Testaufgabe; Training; Neurowissenschaften; Computerunterstütztes Verfahren; Magnetresonanzverfahren; Deutschland
Forschungs-/FörderprogrammRahmenprogramm zur Förderung der empirischen Bildungsforschung (EBF)
Schwerpunkt: Lehr-Lern-Forschung unter neurowissenschaftlicher Perspektive
FörderungBundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Förderkennzeichen01GJ0805
UntersuchungsdesignExperimentelles Design
Längsschnitt
Erhebungsmethode(n)Magnetresonanztomografie
Untersuchungsgebiet (geogr.)Deutschland (Niedersachsen)
UntersuchungseinheitSchüler
Population / StichprobeSchulen (N=2); Schüler (N=486); Experimentalgruppe mit Reattributionstraining; Kontrollgruppe ohne Reattributionstraining
Verwandte ProjekteWeitere Förderphase: Der Einfluss von Feedback auf Lernleistungen bei Kindern - 1. Förderphase

Forschungsdaten und -instrumente

Neurowissenschaftliche Messdaten - Reattributionstraining
Art der DatenNeurowissenschaftliche Messdaten
Archivierende EinrichtungUniversität Oldenburg
ZugänglichkeitMomentan nicht verfügbar
ErhebungsverfahrenExperimentelle Paradigmen; Magnetresonanztomografie
Anmerkungen zu den DatenEine Weitergabe der Daten kann erst nach Publikation erfolgen. Allerdings können auf Anfrage bestimmte Daten weitergegeben werden. Wenden Sie sich bitte für genauere Informationen an das Projekt.

Downloads und Links

nicht verfügbar