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Forschungsdaten Bildung - Details zur Studie:

Ändern Phänomene das Interesse?

Von einem phänomenbasierten Physikunterricht, der von den Wahrnehmungen und alltäglichen Erfahrungen ausgeht und daraus schrittweise die physikalische Begrifflichkeit entwickelt, wird ein positiver Einfluss auf das Interesse von Schülern unterstellt. Für diese normativ begründete und durch zahlreiche episodische Befunde gestützte Vermutung fehlte jedoch bisher die empirische Fundierung. Im Rahmen dieses Forschungsprojektes wurde eine phänomenbasierte Unterrichtseinheit zur Optik entwickelt und von Lehrkräften in einer kontrollierten Intervention unterrichtet. In einer quasiexperimentellen Feldstudie an Berliner Schulen wurde der Einfluss der phänomenbasierten Anfangsoptik auf das Image des Faches Physik, auf das Interesse und auf das Fachwissen der Schüler untersucht. Während die letzteren beiden Aspekte mit Aufgaben und Fragebögen erhoben werden konnten, war es für die Erfassung des Images notwendig, die Assoziationen zur Physik bezüglich bestimmter Kategorien wie z. B. "Schwierigkeit" oder "Geschlecht" zu messen. Ein geeignetes Instrument dafür war der Implizite Assoziationen Test (IAT), welcher seinen Ursprung in der Stereotypenforschung hat. Eine Änderung des Interesses und des Images sowie die Zunahme des Fachwissens wurden über Unterschiede zwischen Tests vor und nach der phänomenbasierten Unterrichtssequenz zur Anfangsoptik gemessen. Ein weiterer Test nach mehreren Wochen überprüfte, inwieweit die möglichen Veränderungen stabil blieben. Um sicherzustellen, dass die Veränderungen auf den phänomenbasierten Unterricht zurückzuführen waren, wurden die Tests auch in einer herkömmlich unterrichteten Kontrollgruppe durchgeführt. In beiden Gruppen, Versuchsgruppe und Kontrollgruppe, waren je circa 150 Schüler. Da die Testinstrumente, speziell der IAT, auf die Fragestellung der Studie angepasst werden mussten, war es notwendig, sie zu pilotieren. (DIPF/Projektträger)

Studien- und Projektinformationen

UntertitelAnalyse der Konnotationen der Physik bei Schülerinnen und Schülern als Folge phänomenbasierten Unterrichts
Laufzeit01.12.2010 - 30.11.2013
ProjektleitungSchön, Lutz-Helmut
Beteiligte Wissenschaftler/innenWestphal, Nico
Beteiligte Institution(en)Institut für Physik (Humboldt-Universität zu Berlin)
Kontakt des Projektslutz.schoen@univie.ac.at
Projektwebsitehttps://www.physik.hu-berlin.de/de/didaktik/forschung-research/phaenomenologie-phenomenology/sdf; http://www.empirische-bildungsforschung-bmbf.de/de/689.php
SchlagwörterPhysikunterricht; Phänomen; Interesse; Image; Wahrnehmung; Physik; Phänomenologie; Unterricht; Optik; Schüler; Gymnasium; Schuljahr 07; Schuljahr 08; Fachdidaktik; Unterrichtseinheit; Intervention; Testverfahren; Vortest; Nachtest; Messung; Befragung; Vergleichsuntersuchung; Deutschland
Forschungs-/FörderprogrammRahmenprogramm zur Förderung der empirischen Bildungsforschung (EBF)
Schwerpunkt: Promotionsförderung für Nachwuchswissenschaftler/-innen - Empirische Fundierung der Fachdidaktiken
FörderungBundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Förderkennzeichen01JG1076
UntersuchungsdesignQuasi-Experimentelles Design
Längsschnitt: Kohorten
Details: Feldstudie mit einer Treatment- und einer Kontrollgruppe
Erhebungsmethode(n)Messungen und Tests: Leistungs- und Kompetenztests (Paper and Pencil Test)
Eigenständig auszufüllender Fragebogen
Messungen und Tests: Physische Tests
Untersuchungsgebiet (geogr.)Deutschland (Berlin)
UntersuchungseinheitSchüler
AuswahlverfahrenNicht-Wahrscheinlichkeitsauswahl: Bewusste Auswahl
Population / StichprobeSchüler der Jahrgänge 7 und 8 (N=309); Gymnasien (N=4); Schulklassen (N=11, davon Jahrgangsstufe 7: n=10; Jahrgangsstufe 8: n=1)

Forschungsdaten und -instrumente

PHÄNOMEN - Umfragedaten
Art der DatenUmfrage- und Aggregatdaten
Kompetenz- und Leistungsdaten
Reaktionszeitmessdaten
Archivierende EinrichtungForschungsdatenzentrum am Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (FDZ am IQB)
ZugänglichkeitNicht verfügbar
Erhebungszeitraum24.08.2012 - 01.02.2013; 18.01.2013 - 06.06.2013; 01.02.2013 - 06.06.2013
ErhebungsverfahrenEigenständig auszufüllender Fragebogen; Leistungs- und Kompetenztests; Paper and Pencil Test; Physische Tests; Reaktionszeitmessungen
Anmerkungen zu den DatenDie Daten werden am FDZ am IQB ausschließlich gesichert. Eine Beantragung für Re- und Sekundäranalysen ist nicht möglich.

Downloads und Links

nicht verfügbar